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Fischerkirche

Kunsthistorisches Juwel

Fischerkirche - kunst- und kulturgeschichtlich wertvollster Bau der Freistadt Rust
Die Fischerkirche ist der kunst- und kulturgeschichtlich wohl wertvollste Bau der Freistadt Rust. Vielfältig und vielschichtig wie die vertretenen Stilepochen ist auch die Geschichte dieser kleinen Kirche. Der Kern der Kirche ist eine romanische Saalkirche aus dem 11. Jahrhundert. Der Name Fischerkirche tauchte erst Mitte des 20. Jahrhunderts auf, lässt sich aber auf eine Sage zurückführen: 

Im 13. Jahrhundert soll die Königin Maria von Ungarn, Gattin des König Belas IV., auf der Flucht vor Mongolen am Neusiedler See von Ruster Fischern aus arger Seenot gerettet worden sein und sie habe aus Dankbarkeit das "Nikolausbenefizum" gestiftet, zu dem auch die Marienkapelle gehörte, ein Teil der Fischerkirche. Diese Kapelle wurde dem schon bestehenden, kleinen romanischen Kirchlein Richtung Süden angefügt.
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Fischerkirche Fresken
Im 14./15. Jahrhundert wurde diese romanische Kirche Richtung Osten durch einen gotischen Zubau mit Kreuzrippengewölbe vergrößert, mit einer Mauer umgeben und als Wehrkirche der Befestigungsanlage vorgelagert bzw. eingegliedert. Erst Anfang des 16. Jahrhunderts wurden die Marienkapelle und der Pankratiuschor durch den Bau des spätgotischen Querschiffes zu einem Gotteshaus vereinigt.

Der barocke Doppelzwiebelturm, den die Kirche 1719 erhielt, stürzte bereits 1879 wieder ein und wurde durch einen einfachen Torbau ersetzt. Über die Grenzen des Burgenlandes bekannt geworden ist die Fischerkirche aber erst in den 1950er Jahren, als bei Restaurierungsarbeiten wunderschöne mittelalterliche Fresken im Pankratiuschor und in der Marienkapelle freigelegt wurden. Aber dieses Kleinod "Fischerkirche" hat noch weitere Besonderheiten zu bieten:
Im Pankratiuschor finden sich neben den Resten gotischer Glasmalereien und gotischer Pflastersteine mit Adelswappen noch Schalltöpfe - runde Öffnungen in den Wölbungen der Strebepfeiler - eine akustische Anlage einfachster Form. Weiters befindet sich in diesem Raum neben dem Hochaltar noch der künstlerisch wertvollste Altar der Kirche, der Dreiheiligenaltar. In der Marienkapelle zeigt sich neben einer steinernen Pieta eine sehr eigenwillige Madonnendarstellung: die Madonna steht auf einer über einen Männerkopf nach unten gewölbten Mondsichel. Beide Skulpturen stammen aus dem 15. Jahrhundert. Im Querschiff ist durch einen Verkündigungsaltar, gestiftet von Ludovico de Lavende, auch der Barockstil vertreten.

Die Orgel aus 1705, die sich auf dem Chor befindet, ist die älteste, (noch bespielbare) Orgel des Burgenlandes.

Der Tatsache, dass die Fischerkirche schon frühzeitig zur Nebenkirche "degradiert"  wurde, ist es höchstwahrscheinlich auch zu verdanken, dass sie nicht allzu sehr verändert oder gar zerstört wurde.

Öffnungszeiten 2010

1. Mai - 30. September: 
Dienstag - Samstag: 10:00-12:00, 14:00-16:00
Sonn-/Feiertag: 11:00-12:00, 14:00-17:00

1. - 24. Oktober:
Dienstag - Samstag: 11:00-12:00, 14:00-15:00
Sonn- und Feiertag: 11:00 12:00, 14:00-16:00

25. Oktober bis mindestens Ostern geschlossen!

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Eintrittspreise Museum

Erwachsener: € 1,00
Kind: € 0,50
Führungen: € 2,00/Person (ab 10 Personen nach Tel. Vereinbarung mit Helga Kaiser unter 0676/9703316)
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Konzerte 2010

Die Fischerkirche dient heute fast ausschließlich kulturellen und musealen Zwecken, da im Ort sowohl eine katholische als auch eine evangelische Pfarrkirche bestehen. Seit Jahrzehnten wird das Kirchlein von Juni bis September zu einem kleinen Konzertsaal für klassische Konzerte:

5. Juni 2010 
GITARRENFESTIVAL TRIO 
Musik für "Hausgebrauch"

17. Juli 2010 
CAFE MOZART 
Kammermusik auf historischen Instrumenten

7. August 2010 
CAPRICE QUARTET
Streichquartett, von der Klassik bis zu Evergreen´s

4. September 2010
4MOTION
Saxophonquartett,
Werke von Vivaldi, Fux, Händel, J.C, Bach,...

Tickets: € 13,00, Beginn: jeweils 20:00 Uhr
nähere Informationen: Tourismusbüro, info@rust.at, 02685/502

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